Claudia Friedl
Nationalrätin SP Kanton St. Gallen

Liebe Politik-Interessierte

Ich freue mich, dass Sie sich für Politik interessieren. Es ist wichtiger denn je, dass wir das Miteinander-Leben gestalten und organisieren. Heute merken wir, dass unser Planet fragiler ist, als wir dachten. Biodiversitätsverlust, Umweltzerstörungen und die Klimaerhitzung sind direkt mit unserem Handeln verbunden und deshalb in unserer Verantwortung. Dass heute noch ein grosser Teil der Menschen in Armut lebt, dürfen wir nicht akzeptieren. Kinderarmut existiert auch in der reichen Schweiz. Das darf nicht sein. Und auch aus den Entwicklungsländern fliesst immer noch viel Geld in den reichen Norden ab und ganz besonders auch in die Schweiz. Es kann uns auch nicht egal sein, warum weltweit 60 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben sind und wie ihnen geholfen werden kann. Diese und viele anderen Herausforderungen stellen sich uns. Mein Engagement gilt den Menschen und der Natur, sie sind im Zentrum meines politischen Engagements.

Sessionsbrief Sommersession 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ich freue mich, Ihnen wieder einen kleinen Ausschnitt aus unzähligen Geschäften aus der Session, vorzustellen.

Was für ein Tag, der 14. Juni 2019! Mehrere 100‘000 Frauen gingen in der ganzen Schweiz auf die Strasse, um für ihre Rechte zu kämpfen. Ein unglaublich starkes Zeichen. Ich war in Bern und St. Gallen dabei. In einer viertelstündigen Pause waren wir zusammen mit unserer Nationalratspräsidentin Marina Carobbio, der Vizepräsidentin Isabel Moret und Bundesrätin Viola Amherd vor dem Bundeshaus. Simonetta Sommaruga beteiligte sich später an der Kundgebung. Nur eine Bundesrätin fehlte, was ich sehr bedaure. Tags zuvor hatte die SVP noch versucht, die Unterbrechung der Ratssitzung zu verhindern – erfolglos, denn die Kraft des Protests war schon stark zu spüren.

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Votum zu den Pestizide-Initiativen

Vor bald 20 Jahren habe ich im damaligen BUWAL eine Untersuchung zum Fangrückgang der Bachforelle in den Fliessgewässern der Schweiz gemacht. Beim Zusammenzug der kantonalen Daten zeigte sich ein gravierendes Bild: Der Fangrückgang war bereits ersichtlich. Und die Entwicklung ging seither weiter. Letzte Woche titelte das Schweizer Fernsehen:

 „Das Leiden der Fische: Das sind die problematischsten Pestizide“. Das Wasserforschungsinstitut der ETH, die Eawag, hat die 11 giftigsten, heute zulässigen Wirkstoffe in Pestiziden zusammengestellt. Wenn diese ins Wasser gelangen, gefährden sie Flora und Fauna in den Gewässern akut und damit Wasserlebewesen wie Insektenlarven oder Kleinkrebse, die die Nahrungsgrundlage vieler Fische sind. Es ist ja nicht die erste Studie, die ähnliche Resultate präsentierte. In einer anderen rezenten Studie der EAWAG wurden in 5 kleinen Bächen zwischen 71 und 89 Wirkstoffe aus Pestiziden gefunden!

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Stärkung der Rolle der Schweiz als Gaststaat

Es ist unbestritten: Genève International bietet eine einzigartige Konzentration von internationalen Einrichtungen:

  • 43 offizielle internationale Organisationen wie IKRK oder zahlreiche UN-Organisationen
  • 178 Staatenvertretungen
  • 400 NGOs
  • Hochschulinstitute und der Privatsektor

Aus diesen Organisationen haben sich 17 thematischen Plattformen gebildet in den Bereichen wie:

  • Internet-Gouvernanz
  • Globale Gesundheit
  • Kampf gegen Verbrechen
  • Wasser
  • Gender
  • Menschenrechte
  • Humanitäre Hilfe
  • Wissenschaft und Technologie
  • Etc.
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