Ja zur Fair Food Initiative

In der TVO Debatte mit Markus Hausammann erkläre ich, welche Punkte für die Initiative sprechen. Wir müssen jetzt handeln, nachher ist es zu spät. Die Klimaerhitzung wartet nicht, auch die Antibiotika restistenten Bakterien werden nicht weniger, wenn wir so weiter machen. Und die Bäche werden auch nicht von alleine frei von Pestiziden. Und nur wenn wir Konsumenten endlich bei jedem Lebensmittel wissen, wie und wo es produziert wird. Es dann haben wir auch eine Möglichkeit anders einzukaufen und eine echte Wahlfreiheit. 

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Schädliche Mengenausweitung des Palmölkonsums stoppen

Im Sommer 2016 habe ich eine Motion im Nationalrat eingereicht, die eine Erhöhung des Importzolls auf Palmöl verlangt. Damit soll in erster Linie der Palmölverbrauch in der Schweiz verringert und die Produktionsbedingungen in den Ursprungsländern verbessert werden.

Der Bundesrat lehnt das ab und meint, dass die steigende Nachfrage nach zertifiziertem Palmöl die Akteure vermehrt veranlasse, Nachhaltigkeitskriterien einzuhalten. Was für eine Fehleinschätzung! Fast täglich werden uns Bilder präsentiert von brennenden Wäldern, von fliehenden Orang Utans und riesigen Monokulturen. Durch den Palmölabbau werden immer noch artenreiche Regenwälder abgeholzt. Der Orang Utan ist mittlerweile vom Aussterben bedroht. Auch das Klima wird massiv belastet. Berichte von NGOs belegen zudem, dass die Arbeitsbedingungen in den Monokulturen oft prekär und die Löhne schlecht sind, häufig arbeiten sogar Kinder in den Plantagen. (mehr …)

Kreislauf- statt Wegwerfwirtschaft

Es gibt nur eine Erde und die muss für alle reichen, heute und auch für die nächsten Generationen. Das ist heutzutage einfacher gesagt, als getan: Eine immer grössere Bevölkerung mit immer höheren Bedürfnissen. Damit die natürlichen Ressourcen für alle reichen, muss mit ihnen sorgsam umgegangen werden. Heute betreiben wir Raubbau. Würden alle Menschen so viele Ressourcen verbrauchen wie wir in der Schweiz, dann müssten uns mehr als 3 Erden zur Verfügung stehen. Deshalb ist das Anliegen der Initiative „Grüne Wirtschaft“ völlig legitim: Wir müssen unseren Ressourcenverbrauch beschränken und anstelle einer Wegwerfwirtschaft eine Kreislaufwirtschaft etablieren. Die Initiative zeigt auf, wie das erreicht werden soll: mit klaren Zielvorgaben, Lenkung, Forschung und Innovation. (mehr …)

Grüne Wirtschaft muss die Zukunft sein

Die Initiative „für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft“ verlangt nichts anderes, als dass wir unseren Ressourcenverbrauch langfristig so gestalten, dass die Lebensgrundlagen auch noch für den Rest der Welt und für unsere Nachkommen genügen. Das ist heute nicht der Fall: Wir verbrauchen so viele Ressourcen, dass es drei Erden braucht. Das ist nicht nur ein Spruch, sondern ein Fakt, und deshalb müssen wir handeln. Während wir uns mit dieser Initiative befassen, tagt in Paris die Uno-Klimakonferenz. Alle – oder sagen wir: fast alle – sind sich einig, dass es 5 Sekunden vor 12 ist, was die Klimaänderung betrifft. Wir müssen heute und jetzt handeln! (mehr …)

Biodiversität in der Landwirtschaft

In der Schweiz kennt man knapp 50’000 Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Bakterien. 3500 Arten stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Die Landwirtschaft kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, um die bedrohten Arten zu erhalten. Denn fast die Hälfte der bedrohten Arten in der Schweiz ist auf Kulturland angewiesen. Artenvielfalt führt unter anderem zu fruchtbareren und stabileren Böden, hält Schädlinge in Schach und sorgt für die so wichtige Bestäubung der Obstbäume.

Die Biodiversität in der Kulturlandschaft ist gefährdet. Durch den hohen Gebrauch von Pestiziden und Dünger sind viele Arten bedroht. Nützliche Insekten und Wildkräuter werden dezimiert. Durch Verinselungen von Lebensräumen wird der Austausch von Wildtierpopulationen verunmöglicht. Daneben zerstört die zunehmende Zersiedelung zum Verlust wichtiger Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. (mehr …)

Neues Handbuch zur Biodiversität

Der Zustand der Biodiversität hat sich in der Schweiz seit 1900 deutlich verschlechtert. Ein Drittel aller Arten sind bedroht. Mit jeder verschwundenen Art geht auch genetische Vielfalt verloren. Fast die Hälfte der Lebensräume in der Schweiz sind bedroht.

Ein wichtiger Beitrag dazu kann und muss die Landwirtschaft leisten. Als Hilfe dazu hat das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die Vogelwarte ein Handbuch herausgegeben. Das Handbuch dient als Rezeptbuch für mehr Biodiversität auf den Landwirtschaftsbetrieben. (mehr …)

Nein zur Zerstörung der St. Galler Landschaft

Die Sorge der Schweizer Bevölkerung um die Landschaften, das Kulturland und die Naturräume ist alt – und die Entwicklung draussen in der Landschaft bleibt alarmierend.

1972 erliessen Bundesrat und Parlament den „Bundesbeschluss vom 17. März 1972 über dringliche Massnahmen auf dem Gebiete der Raumplanung“. Das eigentliche Raumplanungsgesetz wurde erst 1979 verabschiedet und trat am 1.1.1980 in Kraft. (mehr …)

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