Eine lebenswerte Zukunft dank Klimaschutz und Biodiversität

Die Erde erhitzt sich kontinuierlich wegen den von Mensch gemachten Treibhausgasen. Die Pariser Klimaziele können nur erreicht werden, wenn wir rasch Massnahmen ergreifen. Unsere Aufgabe ist es, diese zu installieren und auf ihre Sozialverträglichkeit zu prüfen. Es kann nicht sein, dass die ärmere Bevölkerung die Kosten überproportional trägt. Klar ist aber auch, dass konsequent gehandelt werden muss. Im Schatten der Klimadiskussion schwindet die Biodiversität fast unbemerkt dahin. Der Verlust von immer mehr Lebensräumen und das Artensterben sind gut dokumentiert, aber es geschieht beinahe nichts dagegen. Für die Zukunft ist der Erhalt der Biodiversität von entscheidender Bedeutung, denn was verloren ist, ist irreversibel. Wir haben mit unserer Lebensweise Verantwortung für die Erde und dafür, wie wir sie den kommenden Generationen hinterlassen.  

Artikel zu Klimaschutz und Biodiversität

Aktuell

Am 13. Juni stimmen wir über drei ökologische Vorlagen ab: das CO2-Gesetz, die Trinkwasserinitiative und die Initiative für ein Verbot von synthetischen Pestiziden. Alle drei Vorlagen nehmen wichtige Punkte auf. Das CO2-Gesetz ist ein erster Schritt zur Umsetzung der Pariser Klimaziel und eine Bremsung der Erhitzung der Erde. Zwar gehen die Massnahmen noch zu wenig weit, trotzdem ist es wichtig, dass wir das Gesetz annehmen. Eine Ablehnung würde die Umsetzung der Klimaziele um Jahre hinauszögern und ihre Erreichung noch schwieriger werden. Das revidierte Gesetz enthältwichtige Massnahmen und neue Instrumente. So wird eine Flugticketabgabe eingeführt, wie ich sie schon in einer Motion gefordert habe. Es werden eine Treibstoffabgabe und Massnahmen im Gebäudesektorein- bzw. weitergeführt. Die Abgaben werden zu einem Grossteil an die Bevölkerung zurückvergütet. Die grosse Mehrheit wird damit von der Vorlage finanziell profitieren.

Die beiden Pestizide-Initiativen sprechen die zu hohe Belastung von Fliessgewässern und Grundwasser mit Pestiziden an. Die Trinkwasser-Initiative fordert, dass nur noch Landwirtschaftsbetriebe Direktzahlungen erhalten, die keine Pestizide einsetzen. Die andere Initiative geht einen Schritt weiter und verlangt ein Verbot aller synthetischen Pestizide und den Import von mit Einsatz von Pestiziden produzierte Lebensmitteln.

Die Pestizide vergiften unsere Böden, das Grundwasser und die Bäche. Damit schaden sie der Bodenfruchtbarkeit, dem Trinkwasser und der Biodiversität. Im Parlament kommt man kaum mehr weiter. Soeben wurde die Agrarpolitik 22+ durch die Bauernlobby im Parlament sistiert. Die Vorlage hätte zu einer ökologischeren Landwirtschaft geführt und den Bäuerinnen mehr soziale Sicherheit gebracht. Ein Ja zu den beiden Initiativen ist ein klares Zeichen, dass die Ökologisierung endlich vorangebracht wird.

„Mit Klimagerechtigkeit schaffen wir Frieden“, so lautet meine Osterrede 2021 am virtuellen Bodensee Friedensmarsch.

Im Herbst 2020 hat nach dem Nationalrat auch der Ständerat meine Motion zu einen Verkaufsverbot von invasiven Neophyten angenommen.

Sehr wichtig sind mir auch die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG). Dazu reichte ich zahlreiche Vorstösse ein, z.B. eine Interpellation zur gesamthaften Umsetzung der Agenda 2030 in der Frühlingssession 2021. Biodiversität ist für mich als Umweltnaturwissenschaftlerin wichtig, deshalb reiche ich immer wieder Vorstösse zu diesem Thema ein z.B. betreffend dem vom Aussterben bedrohten Aal.